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Warum "Damen-" und "Herrenwaxing" nicht mehr zeitgemäß ist

24. Juni
2 Min. Lesezeit

Schau dir mal eine typische Waxing-Preisliste an: "Damenwaxing Beine", "Herrenwaxing Rücken". Klingt erstmal ganz normal. Aber wenn man genauer hinschaut, ergibt diese Einteilung eigentlich gar keinen Sinn mehr — und ich finde, sie sollte auch nicht mehr da sein.


Was "Damen-" und "Herren-" eigentlich beschreiben sollen

Die Kategorien versuchen zwei Dinge gleichzeitig zu beschreiben: welche Körperstelle behandelt wird, und wie stark die Behaarung typischerweise ist. Das Problem: Geschlecht sagt nichts Verlässliches über Behaarungsstärke aus. Es gibt Frauen mit starkem Haarwuchs und Männer mit feinem. Und es gibt nicht-binäre und trans Personen, die sich bei "Damen" oder "Herren" erstmal fragen müssen, welche Kategorie für sie überhaupt gemeint ist — eine Frage, die es eigentlich gar nicht geben sollte.


Wie ich es bei mir mache

Bei ovelyn.beauty zählt nur, was tatsächlich relevant ist: leichte oder starke Behaarung. Buch einfach, was auf deinen Haarwuchs zutrifft — fertig, ohne Umweg über eine Geschlechterkategorie. Nur beim Intimbereich, wo die Anatomie für die Technik eine Rolle spielt, benenne ich das auch konkret: Vulva-Anatomie oder Penis-Anatomie. Präziser als "Damen" oder "Herren", und ehrlicher.


Eine kurze Anmerkung zu Treatwell

Wenn du mich über Treatwell buchst, wirst du dort noch auf "Damen-" und "Herrenwaxing" als Kategorien stoßen. Das liegt nicht daran, dass ich es bei mir anders sehe — sondern daran, dass Treatwell als Buchungsplattform diese Struktur vorgibt, damit Behandlungen überhaupt auffindbar bleiben. Ich habe das dort bereits angesprochen und konkret auf die fehlende Inklusivität hingewiesen. Treatwell hat sich das Thema angenommen und will es sich anschauen. Bis sich das ändert, bleibt mir auf der Plattform leider keine andere Wahl — in meinem Studio arbeite ich aber so, wie ich es oben beschrieben habe.


Warum mir das wichtig ist

Ich glaube, dass Sprache mitentscheidet, wer sich willkommen fühlt. Eine Preisliste mit nur zwei Kategorien signalisiert: Hier gibt es zwei Schubladen, in eine musst du gehören. Für die meisten ist das kein Thema. Für manche ist es aber genau der Unterschied zwischen "ich gehöre hier hin" und "ich bin mir nicht sicher". Mir ist wichtig, dass bei mir niemand diese Unsicherheit haben muss, bevor er oder sie überhaupt einen Termin bucht.

Das ist für mich kein Trend, dem ich folge — es ist einfach die Art, wie ein Studio meiner Meinung nach heute arbeiten sollte.


Kurz zusammengefasst

  • "Damen" und "Herren" beschreiben Behaarungsstärke über Geschlecht — das passt oft einfach nicht

  • Bei mir zählt, wie stark die Behaarung tatsächlich ist, nicht welches Geschlecht du hast

  • Anatomische Begriffe nutze ich nur dort, wo sie für die Behandlung wirklich relevant sind

  • Auf Treatwell siehst du wegen der Plattform-Struktur trotzdem noch alte Kategorien — bei mir direkt und im Studio nicht

  • Das Ergebnis: eine Preisliste, in der sich von Anfang an mehr Menschen zurechtfinden


Du hast noch Fragen? Schreib mir einfach per WhatsApp oder Instagram — ich antworte gern.




 
 

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